Logbook entry

nordish / 09 Nov 3302
GER: Reisetagebuch - Meine erste große Tour (9.10.3302)

9. Oktober 2016

"Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da. Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar." Knapp 13k Lichtjahre hab ich zurückgelegt und mein Netzwerk macht mehr Zicken denn je. Ich bin ziemlich ernüchtert und gefrustet. Ein kurzer Achsel-Geruchs-Check und die Tatsache, dass sich außer mir vermutlich eh niemand im Umkreis von 10k Lichtjahren befindet lassen mich auch heute Morgen zu dem Schluss kommen, dass eine Dusche noch (!) nicht notwendig ist. Nachdem das rechte dem linken Bein aus dem Bett auf den Fußboden gefolgt ist begebe ich mich schnurstracks in das Cockpit. Die Tür öffnet sich und ich bin BLIND.

Mit zugekniffen Augen drehe ich mich weg und taste mich langsam vor zum Cockpit um die Verdunkelungsfunktion zu aktivieren. Als ich wieder langsam meine Augen öffne baut sich ein Anblick vor mir auf, so schön hab ich die Milchstraße noch nie betrachten können. Aber überzeugt euch doch selbst:



Ich schnappte mir eine Schüssel Müsli (*würg*) und genoss diesen Anblick das ganze Frühstück lang. Die Schüssel pfefferte ich in die Abwäsche, zwängte mich in den Anzug für Außeneinsätze und hüpfte voller Vorfreude in das SRV und genoss draußen noch ein wenig diesen Wahnsinns Anblick. Ich düste eine Runde in der Gegend rum in der Hoffnung noch ein besseres Foto schießen zu können, aber es wurde nichts draus.
Alsbald machte ich mich auf den Rückweg ins Schiff, rutschte mir meine Position im Pilotensitz zurecht und bei so einem Start in den Tag betätigte ich voller Vorfreude den Anlasser. Das Triebwerk springt an und fährt in seinem "Rücken-Erschaudernden" Pfeifen nach oben. 25%, 50%, 75% und Ruck und Nase hoch und Vollschub. Ich genoss es an diesem Morgen richtig der Sonne entgegen den Abflug zu machen. Na dann laden wir mal den FSD. Warum eigentlich wir? Ach ja: me, myself and I. Ich rede mit mir schon in doppelter Ausführung ist mir gestern aufgefallen. Mir fehlt einfach die Gesellschaft der Blase. So viel ist mal klar. Auf jeden Fall werde ich für den nächsten Flug eine Crew anheuern. Es muss doch noch mehr Bekloppte da draußen geben, die Spaß dran haben einfach ins Schwarze drauf los zu fliegen, sich aber vermutlich kein eigenes Schiff dafür leisten können. Gleich mal auf die ToDo Liste schreiben. Der FSD ist geladen. Ich schiebe Schubregler auf 100% und in 4, 3, 2, 1 bin ich unterwegs.
Die ersten Systeme sind unspektakulär. Oft sogar nur eine oder wenige Sonnen. Keine Planeten die es zu entdecken gibt. Dann ein System mit einem der Sonne recht nahen Planeten. Nein halt. Sogar zwei. Da muss sich doch was Schönes knipsen lassen, auch wenn die Planeten selbst unspektakuläre Steinwelten sind. Nicht mein bester Schuss, vielleicht auch, weil ich ihn mit aktivierten PADK2 geschossen habe, da ich gerade im Fitnessraum trainierte zu diesem Zeitpunkt um meine schwindenden Muskeln wieder zu trainieren. Aber da bisher wenig los war nehme ich es mal mit in das Logbuch auf.



Während der Hyperraumsprünge überlege ich mir, wie ich mit den nach wie vor auftretenden Netzwerkausfällen umgehen soll? In die Blase zurück war es mittlerweile weiter als zu Jaques. Ein Umkehren war also unsinnig. Ergo war es vermutlich am besten, dass ich einfach nur durchrausche.
Gesagt, nicht getan. Typisch für mich. Aber was meine Augen auf dem Systemscanner erblicken lässt mein Entdeckerherz doch mal gleich den Ruhepuls von 52 verdreifachen. Und mit diesem Beweisfoto wird jeder wissen was ich meine:



Meine erste erdähnliche Welt. Unentdeckt! Krass! Hätte ich mich nicht zu träumen gewagt schon auf meiner ersten Tour und nach knapp der Hälfte eine EÄW zu finden. Wo ist der Lave Brandy?!? Ein Glas für me, ein Glas für myself und ein Glas für mich. Das gemeinsame Anstoßen fiel ehrlich gesagt etwas schwierig aus und ein wenig Brandy kleckerte leider auf meinen Pilotenanzug. Das desinfiziert!



Eine Ehrenrunde durfte noch sein und dann verfolgte ich den erst kurz zuvor gefassten Plan stringent. FSD Laden, Springen, Honk, Auftanken und von vorn. Ich legte in einem Tempo Lichtjahre zurück wie noch nie zuvor in meinem Leben. Die Zeit verflog und so langsam neigte sich der zugegeben kurze Tag dem Ende zu. Der Lave Brandy hatte mich müde gemacht. Ein kurzer Fehler bei einem Tankversuch brachte mich zu nahe an eine der beiden Sonnen im System und der Notstopp des Schiffssystems löste aus. Schwein gehabt! Aber so richtig. Wenn jetzt das Netzwerk ausgefallen wäre, wie bereits 6x am heutigen Tage … da denk ich lieber gar nicht erst drüber nach. Ich musste so weit draußen, so alleine im All vernünftig sein. Ich war müde, unkonzentriert und das Schiff funktionierte unzuverlässig. So honkte ich das System an und fand nur unweit entfernt einen Planeten, auf dem man landen konnte. Läppische 0,8G sollten mir auch in diesem Zustand wenig Probleme bereiten sicher zu landen. Da erinnerte ich mich an meine 32% Hüllenintegrität. Reiß dich zusammen, du Blödmann! Du schaffst das. Den Schubregler mal wieder auf 100% begab ich mich im Supercruise zu dem Planeten. Allmählich wurde ich mir gewahr, wie sehr ich mich schon dem Zentrum nähere. Die Sternendichte hat bereits stark zugenommen im Vergleich zu den Schnappschüssen vom ersten Tag.



Der Landevorgang dauerte ewig, denn ich flog meine liebgewonnen Asp als wäre sie eine Weihnachtsbaumkugel aus Glas. Trotzdem lies ich es mir nicht nehmen auf dem Planeten natürlich einen Landeplatz zu suchen, der mir wieder einen schönen Blick auf das Zentralgestirn gönnte.



Sichere Landung. Ich fuhr das Triebwerk runter, sicherte die Systeme und lud den Lave Brandy in den SRV. Abgedockt stellte ich das Triebwerk des SRV auf 20%, drehte 9 Kreise ungefähr und fuhr dann einfach geradeaus los ohne auf das Radar zu blicken. Nach 3 Minuten warf ich die Fracht hab, machte ungefähr eine 90° Kurve nach rechts, fuhr ein unbestimmte Zeit und richtete mich wieder auf mein Schiff aus. Zurück im Schiff setzte ich mich in den Pilotensessel, zwängte wieder einmal eine dieser Pilotenrationen in mich hinein und rief die Navigationskarte auf. Bin trotz der geringen Zeit gut vorangekommen heute.



Ich schaltete nach diesem Blick auf die Karte auch die Cockpitsysteme in den Ruhemodus und schlief kurz darauf ungewollt bei einem guten, alten Musik Mix im Pilotensessel ein.
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Squadron info

Name: German Pilot Lounge
Allegiance: Independent
Power: Independent
Language: German
Timezone: +01:00 (Amsterdam)

Tags:
PvEPvPRelaxed/casualOpenAnti-xeno activistsBounty huntersExplorersFaction supportersMentorsMinersTraders

In-game squadron name:
  • PCGerman Pilot Lounge [GPLS]
  • XBoxGerman Pilot Lounge [GPLS]

Squadron commander: Mokel DeLorean [GPL]
Members: 92
Ships: 1244
Supporters: 22
Squadron age: 1478 days
Headquarters: Maridal
Minor faction: German Pilot Lounge


In coalition with: