Logbook entry

nordish / 11 Nov 3302
GER: Reisetagebuch - Meine erste große Tour (12. - 14.10.3302)

12. Oktober 3302

Als ich erwache ist es dunkel. Klar, ich befinde mich im Weltall. Da ist es meistens dunkel. Aber diese Dunkelheit bedeutet nur eines. Nicht nur das Netzwerk, nein nun ist auch noch das System ausgefallen. Ich schnappe mir die Taschenlampe aus der Ablage meiner Kajüte und latsche barfuß in den Maschinenraum. Alle Notsystemlämpchen leuchten, was zumindest bedeutete, dass die Notaggregate und damit auch die Lebenserhaltung funktionierten.
Ich führe einen Notstart des Systems durch. Dazu muss ich zwingend meinen Pilotenanzug samt Helm anziehen, denn auch die Lebenserhaltung wird ausfallen. Wie man auf der Pilotenschule lernt, eine der letzten Möglichkeiten ein Schiff mit ausgefallenen Systemen zu retten. Es dauert gut 1 Minute bis der Computer langsam die Systeme hochfährt. Licht. Immerhin schon mal Licht. Ich begebe mich schnellen Fußes ins Cockpit und checke die Systeme.
- Strom läuft.
- Antrieb signalisiert Betriebsbereitschaft.
- Navigation hat sich korrekt justiert.
- Netzwerk ? . ? . ? . kein Ping. Einen Schrei konnte ich gerade noch unterdrücken und gehe zur Netzwerk-Konsole.
Neustart des Netzwerks bringt leider kein neues Ergebnis.

Ich setze mich in den Pilotensessel und überlege wie ich aus dieser Situation nun wieder herauskomme. Mein Blick schweift durch das Cockpit und nimmt ein grünes Lämpchen an der rechten Konsole war, das die letzten Tage rot leuchtete. Die Kommunikation.  :shock: Hastig schnappe ich mir das Headset und versuche eine Verbindung aufzubauen. Anscheinend war ich nahe genug an Jaques Station um deren Kommunkationsphalanx zu nutzen. BINGO!
Ich wählte mich über deren Netzwerk ein und kontaktierte die Fonavode AG. In einem 40-minütigenTelefonat gingen wir die gleichen Schritte wie schon bei den ersten Netzwerkausfällen durch. Meine Hinweise, dass ich dies alles schon mehrfach probiert habe wurden schlicht übergangen. Nach Abschluss aller Untersuchungen deutete mir die freundliche Frau am anderen Ende an, dass man eine Ferndiagnose durchführen werde. Nun ja. Dann macht mal dachte ich mir und ging in die Küche um mir „Frühstück“ zu machen. Zurück im Cockpit lief ich nach dem Frühstück auf und ab, soweit man im Cockpit einer Asp auf und ab laufen kann und wartete auf einen Rückruf oder auf ein Signal aus meinem Netzwerk. Keines der beiden Ereignisse trat ein. Ich schnappte mir die PADK2 und zog mich in den Fitnessraum zurück. Nach gut 1h Training hörte ich das erlösende Pling des Netzwerks. Ich sprang vom Spinningrad und aktivierte schon auf dem Weg ins Cockpit mittels PADK2 die Triebwerke. Im Pilotensessel angekommen zögerte ich keinen Moment und lud den FSD, plottete einen Weg Richtung Jaques und gab Vollgas. Mir ist klar, jetzt zählt jede Minute / Sekunde, wenn ich noch diese Woche bei Jaques ankommen. Will. Das Netzwerk Problem verschlimmert sich zusehends.
Ich schaffe gerade 3 Systeme, dann muss ich dem Vortrieb Einhalt gebieten. Zum Glück nicht des Netzwerks wegen. Nein, nein. Das All belohnt mich für meine Strapazen doch tatsächlich mit einer zweiten EÄW.




Die Signallampe für das Kommunikationssignal ist stabil grün seit heute Morgen. Im Notfall könnte ich mich retten lassen, auch wenn diese Rettungsaktione lange dauern würde und meine Reise damit für mich nicht als abgeschlossen gelte. Aber ist immerhin ein Strohhalm an den ich mich klammern kann im Notfall.
Also nehme ich mir für diese EÄW etwas mehr Zeit und betrachte den Planeten genauer. Ich vermerke ihn in meinem Nav-Log mit dem Namen Orkan aufgrund der Anzahl an Stürmen, der anscheinend über die Oberfläche jagten, obwohl der Rest des Planeten wenige Wolken aufwies. Bestimmt ein interessanter Planet mit einem derartigen Wetterphänomen.

Und dann wieder Netzwerkausfall. 25 Minuten später lief es wieder und ich riskierte nichts. Ich landete auf einem anderen der Sonne nahen Planeten und verbrachte den Rest des Tages damit über den Planeten im SRV zu cruisen und ein paar Mineralien zu schürfen bis es Zeit wurde sich schlafen zu legen.

13. Oktober 3302
Ein Nachrichtensignal weckt mich. Ich aktiviere den Bildschirm neben meiner Koje. Eine Bestätigung von Vonafode, dass das Problem gelöst werden konnte und der Auftrag geschlossen wird. Na endlich. Das ist doch mal eine gute Nachricht. Optimistisch meine Reise heute normal fortsetzen zu können und es heute sogar bis zu Jaques bereits zu schaffen lasse ich mir sogar das Müsli schmecken. Die Triebwerke bringen mich schnell von diesem 0,12G Planeten weg um die noch von gestern gespeicherte Route fortzusetzen.
Ein Blick auf die Navigationskarte verrät mir, dass ich sogar schon dichter an Jaques Station bin als vermutet. Nur noch 1057 LJ. Ein Lacher da jetzt das Netzwerk wieder funktioniert.



FSD auf 100%. Schub auf 50%. Freudig betätige ich den Schubregler und freue mich auf das nächste System. Ich nehme mir vor dieses System komplett zu scannen und im Logbuch als das System zu vermerken, in dem ich alle meine Probleme bei dieser Reise hinter mir lassen werde.
Ich springe aus dem Hyperraum und lande in einem 2-Sonnen System. Ein schöner Anblick, da beide Sonnen in unterschiedlicher Farbe leuchten und dicht beieinander stehen.



Netzwerkausfall.

Ruhig bleiben Junge. Ganz ruhig bleiben. Jetzt nicht durchdrehen. Ich schieße noch schnell ein Foto, dann greife ich aber auch direkt zum Headset und informiere noch freundlich den Mitarbeiter der Fonavode AG, dass das Problem wohl nicht gelöst scheint. Dieser Mitarbeiter scheint mir etwas kompetenter oder zumindest serviceorientierter zu sein. Er hört sich in Ruhe meine Beschreibungen des Problems an und verweist mein Problem direkt an den 2nd-Level-Support. Na endlich keine überflüssige Diagnose mehr. Der neue Kollege arbeitet sich erstaunlich fix zum eigentlichen Problem durch. Seiner Meinung nach gibt es einen Konflikt mit den alten IP4 Daten des galaktischen Netzwerks, der Fonavode AG, welches die Navigationsdaten einspeist. Dieser Konflikt bringt in unregelmäßigen Abständen das Netzwerk zum Zusammenbruch. Tatsächlich funktionieren IP6 Daten ohne Probleme. Nur schade, dass mein Schiff und der Server des Programmierers der Schiffssysteme noch auf IP4 laufen. Man verspricht mir einen separaten Channel für IP4 Kommunikation freizuschalten, bis man das Problem anderweitig in den Griff bekommt. Das würde allerdings etwas dauern. So setze ich meine Reise an diesem Tag immer fort, sobald das Netzwerk mein mir wieder Zugang zu gewähren. Am Ende gebe ich entnervt~200 LJ vor Jaques Station auf und lese in Ruhe ein Buch in meiner Kajüte in der Hoffnung, dass es morgen besser läuft.  

14. Oktober 2016

Als ich erwache läuft das komplette System. Auch das Netzwerk singalisiert 100%. Jaques Station, ich komme!
Jetzt wird mich nichts mehr aufhalten, denn ich traue dem Frieden nicht. Nach 5 Sprüngen bin ich da.




Tut mir Leid liebes Reisetagebuch, dass ich am Ende der Reise nicht mehr zu berichten habe. Das Netzwerkproblem hat mir stark zu schaffen gemacht.
Dem Frieden noch immer nicht trauend löse ich meine Explorerdaten ein.



Ein langwieriger Prozess, aber am Ende entlohnt mich Universal Carthographics mit über 7Mio Credits Erlös für alle meine Daten. Deutlich mehr als ich erwartet hätte.

Und nun? Gleich weiter, oder? Warum jetzt hier verweilen? Ich bestelle beim Stationsservice ein paar Vorräte und einen Coffee To Go zum Mitnehmen, sowie einen Übertragung der GalNews der letzten Tage auf meinen Schiffscomputer. Während ich auf den Kaffee warte, verkaufe ich meine Güter aus der Blase auf dem lokalen Markt. Was für ein Verlust. Es passte irgendwie zu dieser Reise. Natürlich juckte mich der Verlust nicht wirklich. Aber als alter Kaufmann ärgerte mich meine Fehleinschätzung doch ziemlich. Ich ließ die Stationsmannschaft meine Asp reparieren und nachtanken. Günstiger als ich dachte. Ich schaue mich derweil etwas um im Hangar der Station. Leer ist es hier. oO Ich hatte etwas mehr Leben erwartet.

Das Schiff fertig, den Kaffee im Getränkehalter warf ich einen Blick auf den Ausgang der Station. Sollte ich wirklich gleich weiter? Nicht doch lieber hier bleiben? Ich war unentschlossen wie selten in meinem Leben.
Na gut. Ich ließ die Asp in den Hangar fahren und begab mich in die nächste Bar um etwas Gesellschaft zu suchen. Ein alter Haudegen namens Klaus erzählte mir, dass er hier gestrandet sei, weil er zu geizig war eine vernünftige Versicherung damals abzuschließen für sein Schiff. Seinen T6 hatte er kurz nach Bekanntwerden der Tatsache, dass Jaques Station hier aufgetaucht sei mit seinem restlichen Geld gerade so ausstatten können, dass ein T1 Mining Laser, E-Level Ausrüstung und ein Sprungantrieb reinpassten. Ein paar hundert Lichtjahre vor seinem Ziel crashte er in einen Neutronenstern und es zerriss ihm fast sein Schiff. Er rettete sich mit 12% Hülle und dem Totalausfall 1/3 seiner Systeme. Mit letzten Reserven erreichte er Jaques Station und sitzt seitdem hier fest. Die Miningausrüstung defekt und unfähig mit dem Schiff zurück in die Blase zu fliegen. Auch seine Versicherung würde ihm nicht helfen, da er noch nicht mal die Standardvariante gewählt hatte. Mit dieser wäre die Versicherung im Falle eines Schiffsverlustes ihn auch ohne Prämie hier abzuholen und eine Sidewinder in der Blase zur Verfügung zu stellen. Interessant dachte ich mir, leerte mein Gerstensmoothie und verließ die Bar Richtung Schiffshangar. Ich loggte Sagitarius A ein und plottete den ersten Abschnitt in diese Richtung.

Ich war gespannt wie weit ich fliegen müsste um auf nicht erforschte Systeme zu treffen. Beim dritten Sprung war ich bereits in einem unbekannten System und dachte mir, dass ich so dicht an Jaques auf jeden Fall einen Fußabdruck hinterlassen will. Das Erkunden dauerte eine Weile und ich stöberte durch die GalNews. Mit großem Interesse las ich, dass das Militär aufgrund eines kürzlich entdeckten, abgestürzten Schiffes (vermutlich außerirdischer Herkunft) beschlossen hatte ein Verteidigungssystem für die zivile Nutzung freizugeben. Die schiffsbasierten Fighter. Die Tatsache, dass das Militär ein derart hoch entwickeltes System dem privaten Sektor zugänglich machen wollte, brachte mich ins Grübeln. Mit meiner AspX konnte ich mich nicht wirklich verteidigen. Selbst ein harmloser Planet konnte meine AspX bei meinen bescheidenen Flugkünsten ja schon bis auf 32% Hülle beschädigen. Ich verwarf kurzerhand den Plan den Mittelpunkt der Galaxis zu besuchen und kehrte nach abgeschlossener Systemerkundung zu Jaques Station zurück.

Und aufmerksame Leser werden bereits gemerkt haben, dass mein Netzwerk keine Zicken mehr machte. Anscheinend haben die letzten Maßnahmen der Fonavode endlich gegriffen.

Zurück auf Station erfasste mich irgendwie ein Gefühl der Verbundenheit, obwohl ich erst so kurz hier war. In mir reifte ein Plan. Ich beschloss die AspX hier zu lassen, meine Versicherung in Anspruch zu nehmen und mit einer Python zurück zu kehren und hier zu stationieren. Eine Python ist wahrlich ein Alles-Könner und so ein Schiff konnte man hier in der Kolonie sicherlich gut gebrauchen.
Gesagt. Getan! Ich verstaute alle Sachen, lagerte den Proviant aus, mottete die AspX ein und kaufte mir eine pussierliche Sidewinder in der Werft. Doch bevor ich mit ihr aus der Station flog und im Supercruise zum nächstgelegenen Planeten lief ich noch mal zu Klaus und spendierte ihm eine 2B Raffinerie und 2x Level 1 Mining Laser. Meine Art meinen Dank zu zeigen für seinen Tipp mit der Versicherung.
Warum ich zum Planeten flog? Nun, ich brauchte für die Versicherung eine gute Geschichte. Also simulierte ich den Absturz auf den Planeten und löste kurz vor dem Orbitalcruise die Selbstzerstörung aus. Für ein Sidewinder würde die Versicherung niemals auf dem Planeten nach der Blackbox suchen dachte ich mir.



Die Rettungskapsel wurde ausgelöst und das Notsignal gesendet. Nur 2h später war ich wieder auf Station. Die Versicherung buchte mir einen Platz in der Economy Klasse des nächsten Orca Schiffes, welche regelmäßig zwischen der Blase und der Kolonie hin und her flogen und 2 Tage später war ich zurück in der alten Heimat (Ja, so schnell kann’s gehen, wenn das Netzwerk funktioniert …). Der Flug der Orca führte zum Bosch Terminal in LHS 1914, wo meine Sidewinder auf mich wartete.



Ich verlor keine Zeit und gab einen direkten Kurs zum HQ der EOT ein. Dort angekommen übergab ich noch die wenigen Explorerdaten von Jaques Station und Umgebung. Diese reichten allerdings um von den EoT von nun an als Verbündeter anerkannt zu werden.



Ich parkte die Sidewinder und kontaktierte über das Stations-Netzwerk umgehend Jenny. Wettschulden sind Ehrenschulden und es gab ja auch eine Menge zu berichten. Was danach kommt werde ich mir morgen überlegen, aber eines ist klar: Es wird nicht lange dauern und dann

AUF ZU NEUEN ABENTEUERN

.
.
.

Zusatzeinträge:
Sorry, dass ich im letzten Abschnitt keine wirklichen Momenten / schönen Anblicke mehr bringen konnte, aber Vodafone hat es echt nicht auf die Reihe bekommen. Ich war schon froh in diesem Tagen überhaupt mal 30min Internet am Stück zu haben.  :roll:
Do you like it?
1
Shiny!

Squadron info

Name: German Pilot Lounge
Allegiance: Independent
Power: Independent
Language: German
Timezone: +01:00 (Amsterdam)

Tags:
PvEPvPRelaxed/casualOpenAnti-xeno activistsBounty huntersExplorersFaction supportersMentorsMinersTraders

In-game squadron name:
  • PCGerman Pilot Lounge [GPLS]
  • XBoxGerman Pilot Lounge [GPLS]

Squadron commander: Mokel DeLorean [GPL]
Members: 92
Ships: 1244
Supporters: 22
Squadron age: 1478 days
Headquarters: Maridal
Minor faction: German Pilot Lounge


In coalition with: